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Auf einen Sprung nach Berlin – Jump House und Lindemann’s Hotel

Neulich waren wir mal wieder in Berlin, aber nicht zur klassischen Stadtbesichtigung oder zum Einkaufen, sondern um einen Geburtstagswunsch zu erfüllen. Das liebe Töchterlein schwärmte schon lange von einem Besuch im JUMP House (Danke an Dner&Co. – sonst würden uns ja auch die Wünsche ausgehen). Zum Glück gibt es jetzt ein JUMP House in Berlin, und so sind wir kurzentschlossen losgezogen.

Aber nicht ohne vorher zu buchen, damit wir nicht umsonst anreisen. Das war auch absolut richtig so, denn hier werden Sprungzeiten zugeteilt (Eintritt 12,00 Euro/Person und Stunde) und die waren gut ausgebucht. Es war aber nicht zu voll. In meiner Vorstellung waren es auch eher die Kinder, die hier rumtollen. Unsere Kinder sahen das natürlich anders, und so mussten wir mit in die Sprungarena. Unsere Sachen haben wir in Spinden verstaut, die mit gängigen Kindernamen beschriftet waren. Jette war leider schon belegt, dafür war Moritz noch frei – eine schöne Idee! In die Arena geht es nur mit knalligen Sprungsocken (2,50 Euro/Paar) und einer ausführlichen Einweisung. Ich glaube, die war für uns extra lang und eindringlich, sicher aufgrund des fortgeschrittenen Alters. Na gut.

Jede Menge Trampoline warten hier auf Sprunglustige – lange, kurze und viele hintereinander. Dazu noch eine Airbag-Grube und eine mit Schaumstoffwürfeln.
Am schönsten fand ich den Basketball-Korb, da es mit den Saltos bei mir einfach noch nicht so richtig klappen wollte.

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Nach einer Viertelstunde waren so ziemlich alle durchgeschwitzt (eine Stunde Spinning ist dagegen ein Spaziergang für Rentner) und ich war froh, dass wir nicht länger gebucht hatten, sondern nur für eine Stunde – was völlig ausreichend war. Trampolin-Springen ist erstaunlich anstrengend, zumindest für Ungeübte, wie wir es sind. Die Kinder sind ja ständig auf dem hauseigenen Trampolin, haben entsprechend Power und sind auch viel besser in Form.

So versuchte sich das Töchterlein unbeirrt am gestandenen Salto, was ihr auch gelang. Auch die nächste Station „Hochspringen an eine Mauer“ und dann hochziehen wurde mit Bravour gemeistert. Zum Schluss gab es noch jede Menge Spaß beim Kämpfen und Fallen in die Grube. Natürlich hatten die Kinder die feilgebotenen Slushys inzwischen entdeckt (über sowas freuen sich Eltern immer besonders) und so mussten wir im Anschluss auch da noch mal Halt machen. Es gab ja schließlich was zu feiern.

Ein schönes Geburtstags-Highlight war es auf jeden Fall – wenn auch mit etwas längerer Anreise. Übrigens kann man hier auch in der Gruppe seinen Geburtstag feiern, was ich super finde – nach ein bis zwei Stunden sind alle durch. Da Berlin aber nun nicht der nächste Weg ist, warten wir mal lieber, bis hoffentlich bald eins in Dresden eröffnet.

Mit ganz viel Vorfreude auf den morgigen Muskelkater machten wir uns dann auf den Weg zum Hotel. Übernachtet haben wir im Lindemann’s Hotel in Schöneberg. Meine Kollegen, die öfter in Berlin zu tun haben, sind gerne dort Gäste. Modern, schick, schön zentral gelegen und nur wenige Gehminuten, bis man auf allerlei Restaurants und Kneipen trifft – so wurde es mir angekündigt.

Am Empfang werden wir sehr freundlich begrüßt und wir finden einen Parkplatz auf dem Hinterhof, was schon mal sehr komfortabel ist (extra zu buchen). Unser 4-Bett-Zimmer ist hell und einladend. Die Ausstattung klar, frisch und unkompliziert. Die Kinder schlafen auf der hergerichteten Ausziehcouch. Platz haben wir zu viert genug, da das Zimmer recht großzügig ist. Auch vom Stadtlärm draußen bekommen wir nichts mit. Also alles ganz gemütlich hier – die Kollegen haben nicht zu viel versprochen.

Zum Abendessen wünscht sich das Geburtstagskind, dass wir indisch essen gehen. Das kommt zwar etwas überraschend, aber nun gut. Wir kehren ein im Maharadscha, ganz in der Nähe auf der Fuggerstraße. Die Gastgeber waren ausgesprochen freundlich. Wir bekamen bei Ankunft gleich einen Vortrag über Schärfe, der sich noch als nützlich erweisen sollte. Auch wenn ich das für übertrieben hielt, passte es dann doch ganz genau. Anscheinend macht der Herr hier seit vielen Jahren seine Studien zur Schärfeverträglichkeit der Nicht-Inder. Zum Glück war er überzeugend, so dass sich auch der Sohn überreden ließ, doch nur die milde Schärfe zu nehmen. Das wäre sonst komplett schief gegangen, ich hatte schon bei der Vorspeise meine Probleme mit einer scharfen Soße.

Die Currys waren jedenfalls ganz ausgezeichnet (Butter Chicken und Chicken Curry), dazu gab es jeweils noch einen Salat. Nach Aussagen des Besitzers werden täglich vier verschiedene Curry-Mischungen für die unterschiedlichen Gerichte frisch hergestellt (ohne Glutamat, leider nutzen das 90% seiner Kollegen, wie er sagt). Für mich war es geschmacklich der beste Inder, bei dem ich bisher gegessen habe (einschließlich des Essens auf Sri Lanka).

Anschließend ging es zurück zum Hotel, wo die Kinder sofort ins Bett fielen und wir uns mit letzter Kraft an der Hotelbar noch zwei Gin&Tonic geordert haben. Leider war in der Bar nicht viel los. Zum Freitag könnte hier ruhig etwas mehr die Post abgehen. Die Drinks aber waren perfekt, genau richtig für einen chilligen Ausklang des Abends und um danach die müden Knochen ins Bett zu hieven.

Am Morgen wartete ein schönes Frühstück auf uns. Alles da, was man so braucht, inkl. lustiger Guten-Morgen-Eier und Sekt. Wir sind gemütlich in den Tag gestartet und haben es uns schmecken lassen. Lediglich etwas Lachs habe ich vermisst. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Danach ging es direkt wieder heimwärts, da wir am Abend Gäste hatten. Einkaufen und Berlin schauen gibt es dann wieder beim nächsten Mal.

Fazit: Im Jump House muss man mal gewesen sein, und im Lindemann’s sowieso!

Adressen:
JUMP House Berlin
Miraustraße 38
13509 Berlin
Website

Hotel Lindemann’s
Potsdamer Straße 171-173
10783 Berlin
Website

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