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Lebhafter Retro-Chic und super Küche – The Freehand Hostel Miami Beach

Raus aus der Luxusherberge, auf zu unserer letzten Urlaubsstation, einen Tag vor dem Rückflug. In der Empfangshalle herrscht taubenschlagartiges Treiben – Anreisen, Abreisen, vor allem junge hippe Menschen tummeln sich hier. Ich komme mir zunächst etwas deplatziert vor, aber gebucht ist nunmal gebucht  (240 $ für das „Private Quad“). Ein netter Mitarbeiter (wie sich später herausstellt) spielt am Klavier chillige Musik. Das Interieur stammt komplett vom Flohmarkt, ich verorte es in den Sixties. Bei näherer Betrachtung sieht es alles insgesamt aber doch ganz stylish aus. Nachdem ich einen Blick in den Hinterhof – also in den urgemütlichen Dschungel-Garten – geworfen habe, beschließe ich, dass wir doch bleiben …

Die Zimmer sind ähnlich spartanisch stylish eingerichtet wie die Empfangshalle. Einem alten Hotel wurde hier mit einem jungen Konzept neues Leben eingehaucht. Das Viererzimmer hat zwei Doppelstock-Betten, jeweils neben- und  übereinander. Erinnerungen an Aufenthalte in Jugendherbergen (die aber so chic nun auch wieder nicht waren) rufen sich in Sekundenschnelle in mein Gedächtnis. Mit einem Schmunzeln im Gesicht werfe ich vom oberen Stock, vorbei an riesigen Bananenstauden, einen Blick in den Garten. Mein Blick verfängt sich im Gelände: hübsche junge Männer (und natürlich auch Frauen) soweit das Auge reicht. „Wir sollten uns mal den Pool anschauen – wer kommt mit?“

Im Garten setzen wir uns erstmal in eine gemütliche Sitzgruppe, die mich an eine Eisdiele in meiner Jugend erinnert. Zusammen mit den vielen schönen Pflanzen ist es ein urgemütlicher Garten. Eine Kellnerin kommt und stellt schon mal Rosmarin-Wasser und zwei Gläser vor uns ab. Eigentlich haben wir Hunger, aber keine richtige Lust zu essen. Die Kinder wollen ans Meer. 5 Gehminuten vom Hotel liegt tatsächlich das Meer – herrlich hellblau und nahezu menschenleer. Nur ein paar Kite-Surfer versuchen ihr Glück beim Aufsteigen, was mehr oder weniger gut funktioniert.

Wir sitzen seelig berauscht und schauen den Kindern beim Baden zu. Das Meer ist erstaunlich warm, wir lassen uns den Wind im die Nase wehen. Strand, soweit das Auge reicht, natürlich auch viele große Hotels und Hochhäuser, aber die sehen wir aus unserer Blickrichtung zum Glück nicht. Dann kommt doch Hunger auf. Wir beschließen, die Küche im The Freehand Hostel – The Broken Shaker – zu testen. Das eröffnet aber erst später, wie wir erfahren, daher entscheiden wir uns für die kleinere Karte am Pool. Der Service ist um diese Zeit nicht ganz so fix – vielleicht auch, weil sich der Garten langsam füllt. Aber irgendwann können wir auch unsere Bestellung aufgeben, Burger für die Kinder (16$! pro Burger), 2 Wraps (10 $) und Hummus mit knusprigem Brot (8$) für uns. Dazu gibt’s Cider, Bier und Lemonade.

Während wir sehr hungrig und mit extrem hungrigen Kindern auf unser Essen warten, wird der Pool zur Poolbar umfunktioniert. Liegen werden gerückt und um kleine Tische mit Kerzen gestellt – und langsam füllt es sich, inzwischen sind alle Tische besetzt. Endlich! Das Essen kommt. Es ist wirklich sehr lecker und sieht super aus. Eventuell hätte man doch auf die Öffnung des Restaurants warten sollen, wenn die kleinen Gerichte schon so lecker sind. Ganz sicher beim nächsten Mal.

Die Kinder schwirren nach dem Essen ab ins Zimmer. Wir bleiben noch sitzen, plaudern und schauen dem Bartreiben zu, welches sich inzwischen eingestellt hat. Wie es scheint, ist das Restaurant mit Bar und der Poolbar hier am Wochenende ein Hotspot, vor allem für jüngere hippe Leute mit ein bisschen mehr Kleingeld. Zumindest haben sich alle sehr chic gemacht und in die Abendrobe geworfen, als ginge es nicht in eine „Gartenbar“. Im Zimmer fanden wir auch schon den dezenten Hinweise, dass man nach Sonnenuntergang doch bitte die Flip-Flops zu Hause lassen soll, deshalb also.

Da wir am nächsten Morgen leider sehr früh aufstehen müssen, suchen wir dann auch den Weg ins Zimmer und in unsere Betten in 2,50 m Höhe. Die Nacht war irgendwie kurz, da natürlich bis 03:00 Uhr morgens gefeiert wurde und wir das Fenster zur Hofseite hatten. Aber das gehört eben dazu.

Das Frühstück im Hotel haben wir leider verpasst, da es erst ab 8 Uhr Frühstück gibt. Ein „kleines Snack-Frühstück“ für Frühabreisende hätten wir uns gewünscht, gab es aber leider nicht. Na ja, die eigentliche Zielgruppe wird es wenig stören.

Wir sind dann noch schnell auf einen Cappuccino im beliebten „News Café“ auf dem Ocean Drive eingekehrt und konnten der Sonne beim „Über-dem-Meer-aufgehen“ zusehen, ebenso dem lebhaften sportlichen Treiben zur Morgenstunde. Herrlich, Städte mit Meeranschluss sind immer wieder schön und haben ein ganz besonderes Flair. Ein schöner Abschluss eines wunderbaren Florida-Urlaubs.

Adresse:
Freehand Hostel/Hotel
2727 Indian Creek Drive,
Miami Beach, Florida 33140 USA
Website
Online-Buchung

 

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